Murder on the Orient Express (2017) ★★

Ein Toter im Orient-Express. Bis man bei dem Punkt des Mordes angelangt ist, dauert es eine Weile und man fragt sich im Nachhinein durchaus, weshalb. Alles, was vor dem Start der Haupthandlung passiert, wirkt wie eine Reihe völlig belangloser, aneinandergereihter Sketche, die es jedoch nicht schaffen, einen Lacher zu landen. Die Zugreise beginnt und der Film wird interessanter. Der Cast und das ansprechende Setting wecken das Interesse und mit dem Mord startet die beste Phase des Films. Kenneth Branagh beim ermitteln zuzuschauen macht einfach Spaß und hätte die entscheidende Stärke des Films sein können, hätte man zu Beginn nicht unsinnig Zeit verschwendet. Diese fehlt dem Hauptteil an allen Ecken und Enden, so dass man durch den komplexen Fall hastet, wobei dem Zuschauer keinerlei Zeit gelassen wird, eigene Vermutungen anzustellen. Und das alles nur, um dem Zuschauer nach dem schnell gelösten Fall die ohnehin klare Aussage des Films mit voller Lautstärke ins Gesicht zu brüllen, da der Regisseur das Publikum offensichtlich nicht für klug genug hält, auch subtilere Signale zu verstehen.

Mord Im Orient-Express enttäuscht vor allem, weil Cast, Plot und Vorlage hohe Hoffnungen rechtfertigen, denen der Film leider nicht gerecht werden kann.

- Bewertung: 2/5
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